Susie Wolff: Warum Las Vegas für die F1 Academy 'next level' war
Klaus Fischer ·
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Susie Wolff, Direktorin der F1 Academy, erklärt im Interview, warum das Rennen in Las Vegas ein Wendepunkt für die Serie war. Die einzigartige Strecke und Atmosphäre brachten die Fahrerinnen auf ein neues Level.
Stell dir vor, du fährst mit über 300 km/h durch die hell erleuchteten Straßen von Las Vegas. Das ist kein Traum mehr, sondern Realität für die Fahrerinnen der F1 Academy. Susie Wolff, die Direktorin der Serie, spricht im Interview über diese außergewöhnliche Erfahrung.
Sie sagt ganz klar: Las Vegas war ein absoluter Game-Changer für die Serie. Nicht nur wegen der spektakulären Strecke, sondern wegen der gesamten Atmosphäre. Die Stadt, die normalerweise für ihre Casinos und Shows bekannt ist, verwandelte sich für ein Wochenende in einen Tempel des Motorsports.
### Was macht Las Vegas so besonders?
Es geht nicht nur um die Geschwindigkeit. Die Strecke selbst stellt ganz eigene Herausforderungen. Sie führt mitten durch das Herz der Stadt, vorbei an ikonischen Hotels wie dem Bellagio und dem Caesars Palace. Die Fahrerinnen müssen sich auf völlig neue Bedingungen einstellen – die grellen Lichter, die ungewohnte Oberfläche, die nächtliche Kühle.
Wolff betont, wie wichtig solche Events für die Entwicklung der jungen Talente sind. „Hier lernen sie, unter extremem Druck zu performen“, erklärt sie. „Das Publikum ist riesig, die Medienaufmerksamkeit enorm. Das ist der beste Test für ihre mentale Stärke.“
### Die Herausforderungen einer Nachtrennen
Ein Rennen in Las Vegas findet nicht bei 25°C am Nachmittag statt, sondern in der kühleren Nacht. Die Temperaturen können auf unter 15°C fallen. Das verändert alles: die Reifen, die Motoreneinstellungen, sogar die Konzentration der Fahrerinnen.
- Die Streckenbeleuchtung ist anders als bei Tagrennen
- Die Atmosphäre ist elektrisierend und gleichzeitig anstrengend
- Logistik und Zeitplan werden komplett umgekrempelt
„Man muss sich anpassen, und zwar schnell“, sagt Wolff. „Das ist genau die Art von Flexibilität, die wir bei unseren Fahrerinnen fördern wollen.“
### Ein Zitat, das alles zusammenfasst
Susie Wolff bringt es auf den Punkt: „In Las Vegas geht es nicht nur darum, das schnellste Auto zu haben. Es geht darum, mit der gesamten Umgebung zurechtzukommen – den Lichtern, dem Lärm, der puren Energie dieser Stadt. Wer hier besteht, ist wirklich bereit für die große Bühne.“
Diese Worte zeigen, warum die F1 Academy solche Events auswählt. Es ist eine Investition in die Zukunft des Frauensports. Jedes Rennen, besonders eines in einer Stadt wie Las Vegas, bringt die Serie und ihre Fahrerinnen weiter in den Fokus der Öffentlichkeit.
### Was bedeutet das für die Zukunft?
Die positive Resonanz auf das Las-Vegas-Rennen öffnet Türen. Mehr Städte könnten Interesse zeigen, solche Events zu hosten. Für die Fahrerinnen bedeutet das mehr Möglichkeiten, ihr Talent unter Beweis zu stellen. Und für Fans weltweit mehr Gelegenheiten, diesen aufstrebenden Sport live zu erleben.
Letztendlich geht es darum, Barrieren abzubauen. Las Vegas hat gezeigt, dass Frauen-Rennsport genauso spannend und professionell sein kann wie jeder andere. Die F1 Academy setzt hier Maßstäbe, und Wolff ist die treibende Kraft dahinter. Ihre Vision ist klar: eine Welt, in der Geschlecht im Motorsport keine Rolle mehr spielt, sondern nur noch das Talent zählt.
Das nächste Rennen kann also kommen. Die Fahrerinnen sind bereit, und die Serie hat bewiesen, dass sie auf der größten Bühne bestehen kann. Las Vegas war erst der Anfang einer aufregenden Reise.