Las Vegas Strip: Geht man zu Fuß? 5 bessere Transportwege
Klaus Fischer ·
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Den Las Vegas Strip zu Fuß zu erkunden, klingt verlockend, ist aber oft eine Qual. Entdecke 5 praktischere und angenehmere Transportalternativen, die dir Zeit und Nerven sparen – von Bussen über die Monorail bis zu cleveren Geh-Strategien.
Die Frage kommt bei fast jedem ersten Las Vegas-Besuch auf: Kann man den Strip eigentlich zu Fuß erkunden? Die kurze Antwort lautet: Theoretisch ja. Die ehrliche Antwort? Du wirst es bereuen.
Der Las Vegas Strip erstreckt sich über etwa 6,5 Kilometer von Mandalay Bay bis zum Stratosphere Tower. Das klingt machbar, oder? In der Theorie schon. Aber in der Praxis kommen die extremen Temperaturen dazu – im Sommer sind es regelmäßig über 40°C im Schatten – und die riesigen Hotelkomplexe, die jede Querung zu einem eigenen Abenteuer machen.
Ein Kollege von mir, der regelmäßig vor Ort ist, brachte es auf den Punkt: „Du planst einen 10-Minuten-Spazierang von Bellagio zum Caesars Palace und stehst nach 25 Minuten immer noch in einer klimatisierten Shopping-Mall fest, die du durchqueren musstest.“
### Die 5 praktischen Alternativen zum Laufen
Also, was sind die Alternativen? Zum Glück gibt es einige clevere Möglichkeiten, die dir Zeit, Geld und vor allem Nerven sparen.
**1. Die Deuce-Busse – der klassische Doppeldecker**
Das Rückgrat des öffentlichen Nahverkehrs. Diese charakteristischen Doppeldecker-Busse fahren 24 Stunden am Tag den gesamten Strip auf und ab. Eine 2-Stunden-Karte kostet etwa 6 €, eine 24-Stunden-Pass liegt bei rund 8 €. Der Nachteil? Zur Hauptverkehrszeit kann es voll werden.
**2. Die Las Vegas Monorail – schnell und effizient**
Sie verläuft hinter den Hotels auf der Ostseite des Strips und verbindet das MGM Grand mit der Sahara. Perfekt, wenn du schnell von A nach B willst, ohne den Verkehr zu beachten. Eine Einzelfahrt schlägt mit ca. 5 € zu Buche.
**3. Ride-Sharing (Uber & Lyft) – Tür-zu-Tür-Komfort**
Oft die bequemste Lösung, besonders wenn du in einer Gruppe unterwegs bist. Die Preise variieren stark je nach Tageszeit und Nachfrage. Ein Tipp: Die speziell ausgewiesenen Ride-Sharing-Pickup-Zonen an den großen Hotels nutzen – das spart viel Verwirrung.
**4. Taxis – der altbewährte Klassiker**
Immer noch allgegenwärtig. Die Grundgebühr liegt bei etwa 3,50 €, plus ca. 2,50 € pro gefahrenen Kilometer. Nachts und an Wochenenden können Zuschläge anfallen. Für kurze Strecken auf dem Strip kann es sich lohnen.
**5. Selbst die Beine vertreten – aber klug!**
Ja, Laufen ist nicht komplett tabu. Plane es einfach strategisch. Konzentriere dich auf einen Abschnitt pro Tag. Der Bereich zwischen Bellagio und dem Venetian ist zum Beispiel gut zu Fuß zu bewältigen. Und vergiss nicht: Jedes große Hotel hat kostenlose Attraktionen, die den Weg unterbrechen – wie den Springbrunnen vor dem Bellagio.
### Was kostet die Mobilität wirklich?
Hier eine grobe Übersicht für einen Tag:
- Monorail-Tagespass: ca. 13 €
- Deuce-Bus 24-Stunden-Pass: ca. 8 €
- 3-4 Ride-Sharing-Fahrten: 30-50 €
- Taxi für dieselben Strecken: 40-60 €
Die Wahl hängt wirklich von deinem Budget und deiner Geduld ab. Mein persönlicher Favorit für die erste Orientierung? Nimm den Deuce-Bus für einen kompletten Überblick und steig dann je nach Bedarf auf Ride-Sharing um.
Denk dran: In Las Vegas ist die Anreise oft schon Teil des Erlebnisses. Du siehst mehr aus dem Busfenster als mit gesenktem Kopf auf dem Bürgersteig. Also, spare dir die Schritte für die Casinos und Shows auf – deine Füße werden es dir danken.