Alex Honnolds Kletter-Guide für Las Vegas: Tipps vom Profi

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Alex Honnolds Kletter-Guide für Las Vegas: Tipps vom Profi

Entdecke Las Vegas abseits der Casinos! Alex Honnold verrät, warum die Wüste ein Kletterparadies ist. Mit Tipps zu den besten Gebieten, der idealen Jahreszeit und praktischen Hinweisen für deinen Trip.

Wenn du an Las Vegas denkst, kommen dir wahrscheinlich zuerst Casinos, Shows und das berühmte Strip in den Sinn. Aber wusstest du, dass die Wüste rund um die Stadt ein wahres Paradies für Kletterer ist? Alex Honnold, der weltberühmte Free-Solo-Kletterer, kennt die Felsen hier wie seine Westentasche. Und seine Einblicke sind Gold wert, egal ob du Anfänger oder erfahrener Kletterer bist. Die Wüste von Nevada bietet mehr als nur Glücksspiel und Nachtleben. Direkt vor den Toren der Stadt erheben sich beeindruckende Sandsteinformationen, die seit Jahrzehnten Kletterer aus der ganzen Welt anziehen. Das Klima ist fast das ganze Jahr über perfekt, und die Vielfalt der Routen ist atemberaubend. ### Warum Las Vegas für Kletterer so besonders ist Es ist die einzigartige Mischung aus Zugänglichkeit und Qualität. Du kannst morgens eine anspruchsvolle Mehrseillängenroute klettern und abends ein Gourmet-Dinner genießen. Die meisten Klettergebiete sind nur eine kurze Autofahrt vom Stadtzentrum entfernt. Das bedeutet: Keine langen Anreisen, keine aufwändige Logistik. Die Routen reichen von einfachen Boulderproblemen bis hin zu anspruchsvollen Big-Wall-Klettereien. Der rote Sandstein bietet meist guten Halt, und die meisten Gebiete sind gut dokumentiert. Hier ein paar Highlights, die Honnold besonders schätzt: - **Red Rock Canyon**: Das absolute Mekka für Kletterer in der Region. Hunderte von Routen in allen Schwierigkeitsgraden. - **Mount Charleston**: Ideal für die heißeren Monate, da es hier deutlich kühler ist. - **Lake Mead Area**: Weniger überlaufen und mit einigen versteckten Juwelen. ### Praktische Tipps für deinen Klettertrip Planung ist alles, besonders in der Wüste. Vergiss nie genug Wasser mitzunehmen – ich spreche von mehreren Litern pro Person und Tag. Die Sonne brennt hier gnadenlos, auch im Winter. Ein guter Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung sind Pflicht, keine Option. Die beste Zeit zum Klettern sind die Frühjahrs- und Herbstmonate. Im Sommer wird es unerträglich heiß, es sei denn, du weichst auf höhere Lagen wie Mount Charleston aus. Im Winter können die Nächte frostig kalt werden, aber die Tage sind oft perfekt. „Die Wüste lehrt dich Demut“, sagt Honnold oft. „Sie vergibt keine Fehler. Du musst vorbereitet sein, respektvoll mit der Umwelt umgehen und immer einen Plan B haben.“ Das gilt besonders für abgelegenere Gebiete, wo Hilfe nicht so schnell zur Stelle ist. ### Ausrüstung und Sicherheit Deine Standard-Kletterausrüstung reicht meist aus. Für Mehrseillängenrouten im Red Rock Canyon brauchst du natürlich entsprechendes Material. Lokale Kletterschulen und Shops bieten oft Touren und Ausrüstungsverleih an, falls du etwas vergessen hast oder dich einweisen lassen möchtest. Informiere dich vorher über eventuelle Genehmigungen oder Gebühren. Der Red Rock Canyon erhebt zum Beispiel eine Eintrittsgebühr. Und bitte, hinterlasse keine Spuren. Nimm deinen Müll mit, beschädige keine Pflanzen und respektiere eventuelle Kletterverbote zum Schutz von Wildtieren. Las Vegas als Kletterziel zu entdecken, erweitert dein Reiseerlebnis enorm. Statt nur die üblichen Touristenpfade zu beschreiten, erlebst du die raue Schönheit der Wüste aus einer ganz neuen Perspektive. Die Felsen hier haben Geschichte, sie haben Generationen von Kletterern herausgefordert und inspiriert. Egal ob du für ein Wochenende oder länger kommst – nimm dir Zeit. Die Routenvielfalt ist so groß, dass du immer wieder zurückkommen wirst. Und wer weiß, vielleicht siehst du ja sogar Alex Honnold selbst an einem Felsen. Er ist hier schließlich zu Hause.